Heute stellt die Alzheimer-Krankheit ein ernstes medizinisches, soziales und wirtschaftliches Problem für die Gesellschaft dar. Weltweit leiden über 50 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Die Alzheimer-Krankheit ist erster Linie eine Erkrankung der älteren Bevölkerung, bei der es zu einem fortschreitenden Verlust der intellektuellen und kognitiven Funktionen kommt.
Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Universitätsklinikum (UKC) Tuzla wieder an der weltweiten Kampagne zum Welt-Alzheimer-Tag am 21. September, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit über die Früherkennung von Symptomen, die Diagnose und die Behandlung zu informieren.
Nach Angaben von Doz. Dr. med. Denisa Salihović, Fachärztin für Neurologie, ist die Alzheimer-Krankheit nicht nur ein Gedächtnisverlust – sie verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Heute erinnern wir uns daran, dass hinter jedem vergessenen Namen, jeder Frage oder Erinnerung ein Mensch steht, seine Geschichte und eine Familie, die die Krankheit gemeinsam durchlebt. Mehr Verständnis. Weniger Stigma. Mehr Unterstützung. Eine zwischendige Erkennung und Diagnose sowie Unterstützung können einen großen Unterschied machen. „Vergessen wir nicht ingenieren, die vergessen“, sagte Doz. Dr.med. Salihovic.
Die Symptome der Alzheimer-Krankheit beginnen gewöhnlich schleichend, so dass weder der Patient selbst noch seine Familie den genauen Beginn der Krankheit bestimmen können. Anfangs vergisst der Erkrankte gewöhnliche Dinge, danach Verabredungen und Verpflichungen und abschließend sehr wichtige Tatsachen des täglichen Lebens. Das Hauptproblem ist die Fähigkeit, sich neue Inhalte zu merken. In der nächsten Phase erinnern sie sich nicht an die Namen von nahen Verwandten und Freunden, Telefonnummern, den Beruf, die Schulbildung, die Kinder, und diese Gedächtnislücken überbrücken sie mit Konfabulationen, das heißt mit erfundenen Ereignissen, erklärt Doz. Dr.med. Salihović und fügt hinzu, dass die Orientierung im Raum für solche Patienten mit der Zeit schwierig wird und die Sprache aufgrund der Unfähigkeit, die passenden Wörter zu finden, verlangsamt wird. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit kommt es zu Schluckbeschwerden, dem Verlust der Kontinenz (bzw. der Kontrollverlust über die Schließmuskeln) und der Posturalreflexe, was den Patienten ans Bett fesselt.
Eine präzise diagnostische Klassifikation von Demenzpatienten ist notwendig, um eine angemessene Behandlung zu planen, Informationen über die Prognose und mögliche genetische Risiken bereitzustellen sowie die Pflege des Patienten zu organisieren. Die Behandlung der Alzheimer-Krankheit ist eine sehr vielschichtige und komplexe Aufgabe. Die eingesztetten Medikamente verbessern die cholinerge Transmission und haben eine nachgewiesene positive Wirkung bei der Reduzierung kognitiver Beeinträchtigungen bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Krankheit. Aufgrund der Tatsache, dass die Prävalenz der Alzheimer-Krankheit in Zukunft steigen wird, gehören die Erforschung der pathophysiologischen Mechanismen der Erkrankung sowie eine adäquate Pharmakotherapie zu den höchsten Pryoratien der modernen Gerontologie.







